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am 27. Juni

500 neue Arbeitsplätze in Wien für Menschen 50+

Barbara Huemer - Wir schaffen neue Hoffnung für ältere Arbeitslose in Wien - mit der "Joboffensive 50plus".

JOBOFFENSIVE 50plus

Für Arbeitsuchende 50+ gibt es neue Hoffnung auf Arbeit. Wir schaffen 500 neue Dienstverhältnisse für Menschen, die älter als 50 Jahre sind und mehr als drei Monate beim AMS Wien vorgemerkt sind oder Leistungen aus der Wiener Mindestsicherung beziehen. Für die Joboffensive 50plus nimmt Wien 4,5 Millionen Euro zusätzlich für geförderte Beschäftigung in die Hand.

WARUM BRAUCHEN WIR DIE JOBOFFENSIVE 50plus?

Die Joboffensive 50+ ist notwendig, weil ältere Langzeitarbeitslose Menschen es besonders schwer am Arbeitsmarkt haben: Sie profitieren von der sinkenden Arbeitslosigkeit weniger als andere Gruppen. Beim Bewerbungsgespräch zählt oft mehr das Geburtsdatum als Erfahrung und Kompetenz. Vorurteile gegenüber Älteren halten sich zäh in den Personalabteilungen von Unternehmen.

SOZIALE VERANTWORTUNG

Wien schafft mit der Joboffensive 50+ ein Best Practice Beispiel für Österreich, wie die Arbeitslosigkeit in dieser Zielgruppe bekämpft werden kann. 500 Menschen, von denen viele schon lange verzweifelt nach einem Job suchen, bekommen wieder Arbeit, erfahrene Arbeitskräfte können ihre Fähigkeiten und Kenntnisse in vielen unterschiedlichen Bereichen einbringen und die öffentliche Hand muss weniger Geld für Arbeitslosengeld, Notstandshilfe und Mindestsicherung bereitstellen. Eine glatte win-win-Situation für alle Beteiligten.

Damit zeigt das rot-grüne Wien sein soziales Gesicht und übernimmt dort Verantwortung wo sich die Bundesregierung unter Türkis-Blau verabschiedet hat. Eine der ersten (Un)taten von Türkis-Blau war die abrupte Einstellung der Aktion 20.000, womit tausende ältere Arbeitslose, die schon mit einer Reintegration in den Arbeitsmarkt rechnen durften, vor den Kopf gestoßen und im Stich gelassen wurden.

WAS WIRD GEFÖRDERT?

Gefördert werden sollen die Lohn- und Gehaltskosten für einen Zeitraum von maximal einem Jahr. Die Höhe der Förderung beträgt für den kommunalen Bereich und den Bereich der gemeinnützigen Einrichtungen grundsätzlich 100 % (gedeckelt mit einem Maximalbetrag). Für die privaten Unternehmen beträgt der maximale Förderzeitraum ebenfalls ein Jahr, allerdings ist vor dem Hintergrund EU-rechtlicher (wettbewerbsrechtlicher) Aspekte die Höhe der Förderung mit 66,7 % der anerkennbaren Kosten beschränkt. Für kommunalen Bereich sowie für gemeinnützige Einrichtungen ist eine Förderung der anerkennbaren Lohnkosten für 12 Monate zu zwei Drittel das AMS Wien und zu einem Drittel durch den waff vorgesehen. Bei privaten Unternehmen sollen zwei Drittel der anerkennbaren Lohnkosten gefördert werden, wobei diese bei Frauen für 8 Monate vom AMS und für 4 Monate vom waff und bei Männern je für 6 Monate vom AMS und vom waff getragen werden. Da das AMS weibliche Zielgruppenpersonen stärker fördern kann als männliche, ergibt sich im Umkehrschluss, dass der waff Männer stärker fördern muss, um für Frauen und Männer dasselbe Förderausmaß bereitstellen zu können.

Alle Fakten zur Wiener Joboffensive 50plus auf einen Blick

  • Zeitraum: September 2019 bis Ende 2020
  • 500 Dienstverhältnisse
  • Kalkulierte Gesamtkosten des Programms: €12.195 Mio
  • Programmfinanzierung: Sonderdotation Gemeinde Wien + € 4,5 Mio; Eingliederungsbeihilfe AMS Wien 

Förderbare Dienstgeber:

  • Gemeinnützige Einrichtungen mit aufrechter Kooperation mit der Gemeinde Wien
  • Kommunaler Bereich: Magistrat, Krankenanstaltenverbund, ausgelagerte Einrichtungen, kommunale Unternehmen mit gemeinwirtschaftlichen Aufgaben
  • Private Unternehmen (mit Einschränkungen)

Programmabwicklung: AMS Wien

Weiter Infos: https://www.ams.at/unternehmen/service-zur-personalsuche/foerderungen/beschaeftigungsinitiative-50-#wien