Petition: Wohnraub durch AirBnB stoppen

Die Stadt Wien sieht zu, wie immer mehr Wohnungen für die Wiener:innen durch die kommerzielle Kurzzeitvermietung verloren gehen.

Mittlerweile gibt es in Wien mehr Tourismus-Appartements als Wohnungen in der Josefstadt. Plattformen wie Airbnb treiben diese Entwicklung massiv voran – durch diese Verknappung des Wohnraums steigen auch die Mietpreise immer weiter an.

Das Problem sind nicht Wiener:innen, die ihre Wohnung gelegentlich vermieten, sondern Konzerne, Investor:innen und Spekulanten, die gezielt Wohnungen aufkaufen und dem Wohnungsmarkt entziehen, um sie als Tourismus-Appartements zu betreiben – mit Millionenprofiten auf Kosten der Wiener:innen.

Die Politik – allen voran die SPÖ in Wien – hat es in der Hand, diesen Wohnraub zu stoppen. Sie tut es aber nicht konsequent genug.

Unterschreibe jetzt unsere Petition und fordere: Schluss mit Wohnraub durch AirBnB & Co.!

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Wohnraub lässt sich nur stoppen, wenn Wohnungen wieder konsequent dem Wohnungsmarkt vorbehalten sind. Konkret bedeutet das: Plattformen wie Airbnb dürfen Wohnungen nicht länger als Geschäftsmodell nutzen. Neue Tourismus-Appartements sollen in ganz Wien nicht mehr genehmigt werden.

Aktuell ermöglichen Ausnahmegenehmigungen, dass Wohnungen legal als Tourismus-Unterkünfte genutzt werden. Genau diese Schlupflöcher treiben den Wohnraub voran. Werden sie gestrichen, können Behörden klarer kontrollieren und verhindern, dass Wohnraum weiter verloren geht.

Ja. Die geplanten Regeln richten sich nicht gegen Privatpersonen. Es soll weiterhin erlaubt sein, die eigene Wohnung bis zu 90 Tage im Jahr zu vermieten, ohne den Wohnsitz aufzugeben. Ziel ist es, Spekulation zu stoppen – nicht gelegentliche private Nutzung.

Jede Wohnung, die dauerhaft an Tourist:innen vermietet wird, fehlt am Wohnungsmarkt. Ein klarer Stopp für neue Tourismus-Appartements sorgt dafür, dass Wohnraum wieder für Menschen verfügbar bleibt, die in Wien leben.

Wenn Wohnungen offiziell zu Beherbergungsstätten werden, gehen sie dem Wohnungsmarkt dauerhaft verloren. Das verschärft die Wohnungsnot und treibt die Mieten weiter nach oben. Deshalb braucht es klare gesetzliche Regeln, die solche Umwandlungen verhindern.

Die Bauordnung in Wien soll so angepasst werden, dass Tourismus Appartements in Wiener Wohnungen nicht mehr bewilligt werden können. Bereits bestehende, befristete Bewilligungen sollen auslaufen. Darüber hinaus soll sichergestellt werden, dass Gebäude und Wohnungen nicht mehr einfach in Beherbergungsstätten umgewandelt werden können. Das soll nur noch möglich sein, wenn es ausdrücklich im Bebauungsplan erlaubt ist.

Ein großes Problem ist die Umgehung des Mietrechts durch die Umwandlung von Wohnungen in Beherbergungsstätten. Hier braucht es strengere bundesweite Regeln, damit Wohnungen nicht über Umwege dauerhaft dem Wohnungsmarkt entzogen werden.

Ohne klare Gesetze und konsequente Kontrolle verschwinden immer mehr Wohnungen aus dem regulären Markt. Wohnraub passiert nicht zufällig – er ist ein Geschäftsmodell. Und genau das muss politisch beendet werden.