Die Grünen

Dienstag, 9. Februar 2010

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Jetzt kommt der mobile Kleingrünmarkt

07.10.2009 09:40

 

Wir versorgen ab sofort Gebiete mit schlechter Nahversorgung in Floridsdorf und in der Donaustadt mit Bioprodukten. Jeden Freitag und Samstag an verschiedenen Standorten.

www.mobilerkleingruenmarkt.at

Nahversorgung in Floridsdorf und der Donaustadt bedeutet derzeit: Supermarkt. Diese sind aber meist nur mit dem Auto zu erreichen. Darum haben wir das Projekt „Mobiler Kleingrünmarkt“ gestartet. Wir haben den „Verein für mobile biologische Nahversorgung“ gegründet., wer Mitglied ist kann bei uns zu Selbstkostenpreisen einkaufen. Die Mitgliedschaft gibt es um 1 Euro im Jahr, inklusive Stoffeinkaufstasche. Die Biolebensmittel stammen in Kooperation mit dem Biohof Adamah großteils aus dem Umland von Wien, das Angebot richtet sich nach der Saison.

Die nächsten Termine

  • Freitag, 9.10.09, 16 bis 19 Uhr: Donauplatte, Wien 22
  • Samstag, 10.10.09, 10 bis 13 Uhr: Quadenstraße, Wien 22
  • Freitag, 16.10.09, 16 bis 19 Uhr: Theumermarkt, Wien 21
  • Samstag, 17.10.09, 10 bis 13 Uhr: Osloplatz, Wien 22

Nahversorgung und Stadtentwicklung

In den großflächigen neuen Wohnsiedlungen in den Bezirken nördlich der Donau wurden keine Strukturen für die Nahversorgung geschaffen. Es gibt keine Möglichkeit für die Ansiedlung kleiner Geschäfte. Ein identitätsstiftendes Grätzelgefühl kommt nicht auf. Es gibt kaum Plätze, die zum Verweilen einladen. Der öffentliche Raum ist Durchquerungs- statt Begegnungszone. Besonders schwierig ist es für die Menschen in Floridsdorf und der Donaustadt, heimische Bioprodukte aus der Umgebung oder Fair Trade-Artikel zu bekommen. Das österreichische Biosortiment der Supermärkte beschränkt sich auf Molkereiprodukte. Obst und Gemüse kommen zum Gutteil aus dem Ausland. Und das, obwohl es in Floridsdorf und der Donaustadt immer noch die größten landwirtschaftlichen Nutzflächen Wiens gibt.

Verfehlte Verkehrspolitik

Die oft schlechte öffentliche Verkehrsanbindung macht das Auto zum bevorzugten Verkehrsmittel in den beiden Bezirken nördlich der Donau auch beim Einkauf. Mit allen Nachteilen für die Umwelt und die Lebensqualität. Trotzdem setzt die Wiener Verkehrspolitik weiterhin auf den Ausbau des Straßennetzes. Große, stark befahrene Radialstraßen pumpen die Autos in die Bezirkszentren und über die Donau, Busspuren sind rar, die Busse stecken mit den PKW im Stau. U-Bahnen und Straßenbahnen haben oft zu lange Intervalle. Anstatt „Regiotrams“ wie den von den Grünen vorgeschlagenen „Wolkersdorf-Express“ einzurichten, werden Autobahnen gebaut, die zusätzlichen Verkehr aus Niederösterreich und Osttransit in die geplagten Bezirke bringen.

Zitat AnfangBeim „Mobilen Kleingrünmarkt“ geht es somit nicht nur um gesunde heimische Lebensmittel sondern auch um Alternativen zur verfehlten Stadtplanung und Verkehrspolitik.Zitat Ende

Verbesserter ökologischer Fußabdruck

Der ökologische Fußabdruck misst den Verbrauch der Menschen an Energie und Ressourcen im Vergleich mit der Kapazität der Erde zur Regeneration. Er stellt einen Zusammenhang zwischen diesem Verbrauch und der biologisch produktiven Land- und Meeresfläche auf unserem Planeten, die zur Regeneration nötig ist, her. Auf diese Weise kann man abschätzen, wie viele Erden man bräuchte, wenn alle einen bestimmten Lebensstil lebten. EU-Lebensstil für alle würde drei Erden verbrauchen, USA-Lebensstil sogar mehr als fünf. Asien und Afrika nutzen derzeit noch weit weniger als ihnen zustünde. Trotzdem verbrauchen wir alle zusammen bereits rund 1,3 mal so viel wie zur Verfügung steht. Es muss also etwas geschehen.

Zitat AnfangDer Mobile Kleingrünmarkt trägt zur Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks durch zwei Ansätze bei: Angebot an Bionahrung, deren Produktion Umwelt und Klima wenig belastet, und Verzicht auf lange Transportwege.Zitat Ende

 



 

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KOMMENTARE

Dein Kommentar
Mario_Sedlak meinte am 09.10.2009 Antworten

Super Idee! Ich muss bis jetzt immer über die Donau zum Bio-Supermarkt fahren. Nach einem Lokalaugenschein heute wird die neue Einkaufsgelegenheit gut angenommen. Hoffen wir, dass es dabei bleibt. In Floridsdorf hatte ein Bio-Supermarkt nur 1 Jahr nach der Eröffnung mangels Kunden wieder schließen müssen. Die Notwendigkeit einer Vereinsmitgliedschaft schreckt manche Kunden ab, wie ich ebenfalls heute mitbekommen habe.

fuereinander meinte am 08.10.2009 Antworten

Perfekt!
Kommt doch auch zu uns in den Winarskyhof im 20. Bezirk! Hier sieht die Lage der Bio-Erhältlichkeit ähnlich aus!
Wünsche weiterhin viel Erfolg...und viel mehr Kleingrünmärkte :0)

 

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