Die Grünen

Dienstag, 9. Februar 2010

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Zug um Zug besser auf allen Linien

30.11.2009 10:06

 

Vorrang für die Öffis! Wir starten gegen die massive Verschlechterung des ÖBB-Fahrplans eine Kampagne.

 

Ab 13. Dezember wird es massive Verschlechterungen des ÖBB-Fahrplanes geben: Auf der West-bahnstrecke werden ca. 10 Prozent der Züge einfach gestrichen, auf der Schnellbahn-Stammstrecke in Wien kommt es ganztags, auch in der Hauptverkehrszeit, statt bisher maximal 7,5 Minuten nun zu 9-Minutenintervallen. Auch sorgen Riesenbaustellen wie etwa am Südbahnhof (für drei Jahre gesperrt), in Wien-Mitte oder am Westbahnhof für Ärger bei den PendlerInnen. Weil die ÖBB die Immobilien-verwertung rasch vorangetrieben hat, kommt es ab 13. Dezember zu unnötigen Verschlechterungen für Fahrgäste. Baustellenbedingte Behinderungen dürfen nicht auf Kosten der Fahrgäste gehen. Bau- und Erhaltungsarbeiten sollen ausschließlich während der Betriebspausen in der Nacht stattfinden, für umfangreichere Bauarbeiten sind – ähnlich wie beim Straßenbau – entsprechend leistungsfähige Provisorien zu schaffen, welche eine Unterbrechung des Bahnverkehrs nicht mehr nötig machen.

Grüne Aktionstage in ganz Wien

Wir starten ab heute, 30.11. bis 2. Dezember ÖBB-Aktionstage. Auf 32 Bahnhöfen in Wien, NÖ und dem Burgenland werden Protestkarten gegen die Verschlechterungen im Zugsverkehr verteilt. Ebenso startet ab heute eine Petition im Internet.

Reibungslos funktionierende Öffis sind die Voraussetzung dafür, zum Umstieg vom Auto auf die Bahn zu bewegen. Dafür kämpfen wird mit diesen Aktionstagen. Es kann nicht sein, dass Menschen ihre Zeit im Stau auf der Südost-Tangente verbringen müssen, weil das Alternativ-Angebot fehlt. Wir fordern den Ausbau des Bahnangebots, allen voran für die PendlerInnen. Wien und sein Umland müssen schnell, bequem und klimagerecht miteinander verbunden sein.

Unsere Forderungen

Zuverlässige und saubere Züge. Besseres Baustellenmanagement

Ausarbeitung eines Sonderinvestitionsprogramms zur raschen Beseitigung von Kapazitätsengpässen des Bahnverkehrs in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland.

Folgende Projekte sind kurz- bis mittelfristig umzusetzen:

  • Viergleisiger Ausbau zwischen Wien-Meidling und Mödling,
  • viergleisiger Ausbau zwischen Wien-Simmering und Wien-Stadlau,
  • zweigleisiger Ausbau zwischen Stockerau und Hollabrunn sowie zwischen Wolkersdorf und Mistelbach.
  • Trassenverbesserungen und Anhebung der Höchstgeschwindigkeit auf 120-140 km/h auf der gesamten Pottendorferlinie sowie
  • Sanierung der Nordbahn für durchgehend 160 km/h und kürzere Zugfolge-Abstände.

Attraktive Öffis, um das Klima zu schützen

Österreich ist schon lange kein Umweltmusterland mehr, sondern das Klimaschutz-Schlusslicht der EU. Als Hauptverursacher weist der Verkehrssektor die höchsten Steigerungsraten beim CO2-Ausstoß auf (+90% gegenüber 1990). Dennoch werden rund um Wien weitere Autobahnen gebaut bzw. geplant (z.B. die Lobauautobahn) und gleichzeitig der öffentliche Verkehr kaputt gespart und Nebenlinien stillgelegt. Damit muss Schluss sein.

Die bis zu 5 Milliarden Euro, die alleine der Autobahnring um Wien die SteuerzahlerInnen kosten wird, wären besser in funktionierende öffentliche Verkehrsmittel in und rund um Wien zum Nutzen der PendlerInnen und der Umwelt investiert.



Link zur Petition ÖBB Aktion am 30.11.2009

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Wir haben heute morgen in ganz Wien Unterschriften gesammelt - auch am Praterstern.

 

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