Die Grünen

Dienstag, 9. Februar 2010

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Keine Güterzüge durch den neuen Hauptbahnhof!

05.11.2009 12:51

 

Unglaublich, aber wahr: Wenn der neue Hauptbahnhof eröffnet wird, werden auch die Güterzüge durch das Bahnhofsgebäude donnern.

Während die Passagiere auf den inneren Bahnsteigen auf ihre Züge warten, werden sie am südlichsten Gleis die Güterzüge auf ihrem Weg vom Zentralverschiebebahnhof Kledering zur Südbahn bewundern können. 100 Güterzüge täglich. Die dabei entstehende Lärmbelastung des Hauptbahnhofs bzw. der wartenden Passagiere ist indiskutabel. Das Problem entsteht dadurch, dass es wegen einer fehlenden Gleisverbindung nicht möglich ist, dass die Güterzüge vom Bahnhof Kledering auf die Donauländebahn und von dort weiter auf die Südbahn bzw. die Westbahn fahren.

Die Lösung heißt Güterzugschleife Laaerberg. Diese Schleife beim Bahnhof Kledering würde es den Güterzügen ermöglichen, quasi umzudrehen und damit auf die Donauländebahn zu gelangen. Damit wäre der zukünftige Hauptbahnhof entlastet. Diese Lösung wird bereits als geplante Maßnahme im Masterplan Verkehr der Stadt Wien aus dem Jahr 2003 angeführt. Die Kosten werden in dem Papier mit ca. 180 Mio. Euro und der Realisierungszeitraum mit 2007-2011 angegeben. Zur Zeit liegen die Planungen für diese Schleife jedoch auf Eis. Ein Baubeginn für diese Schleife ist nicht absehbar.

Während Bürgermeister Häupl also die rund 2 Mrd. Euro teure und verkehrspolitisch kontraproduktive Lobauautobahn herbeisehnt, rührt er bei der höchst notwendigen Güterzugsschleife, die nicht einmal ein Zehntel der Lobauautobahn kosten würde, keinen Finger. Der SPÖ sind einmal mehr die Interessen der Baulobby wichtiger als die Interessen der Fahrgäste. Ich fordere die Stadt Wien und die ÖBB auf, die Detailplanungen für die Güterzugschleife Laaerberg umgehend in die Wege zu leiten, damit der neue Hauptbahnhof bei seiner Eröffnung Ende 2012 güterzugsfrei ist.



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KOMMENTARE

Dein Kommentar
stephanweinberger meinte am 26.12.2009 Antworten

Am allergescheitesten wäre es eigentlich gewesen, den bestehenden Tunnel unterm Südtirolerplatz (Steudeltunnel) zu sanieren und parallel dazu auch die Schnellbahn längs unter den Hauptbahnhof zu führen (also wieder in ihre ursprüngliche Lage Richtung Ghegagasse zurückzulegen). So hätte man eine Umfahrungsstrecke im Tunnel und gleichzeitig auch die Möglichkeit gehabt eine ordentliche Schnellbahnstation mit 4 Gleisen und kürzestmöglichen Umsteigewegen zu den direkt darüberliegenden Fern-Bahnsteigen anzulegen. Das ganze hätte auch vollständig fertig gebaut werden können *bevor* man die bestehende Station zusperrt, da all das vollständig neben den bestehenden Gleisanlagen liegt.
Da für den Bahnhof ohnehin ein Fundament nötig ist wäre es vermutlich nicht einmal wesentlich teurer gewesen (zumal man auch nicht die bestehende Station im laufenden Betrieb umbauen hätte müssen).
Aber diese Chance wurde endgültig vertan (genau wie auch in Wien Mitte, wo man den Abbruch der Überbauung...

 

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