50 Vorschläge für bessere Öffis
30.06.2009 11:04
Für einen attraktiven Öffentlichen Verkehr reicht es nicht, nur auf schnelle U-Bahnen zu setzen. Es braucht ein dichtes Netz.
Der öffentliche Verkehr in Wien ist geprägt von Intervallausdünnungen und Linieneinstellungen. Morgen werden auch noch die Tarife erhöht. Von einer konsequenten "Bevorrangung" des öffentlichen Oberflächenverkehrs bei Ampeln wie in Zürich ist Wien noch meilenweit entfernt. Damit mehr Menschen öffentliche Verkehrsmittel benützen und weniger mit dem Auto fahren, muss die Stadt Wien konsequent handeln:
- Angebot und Qualität massiv verbessern
- Neben den U-Bahnen auch Straßenbahnen an der Oberfläche beibehalten/errichten
- Die ÖV-Versorgung in den Außenbezirken ausbauen
- Mehr moderne Niederflur-Straßenbahnen einsetzen
- Keine Tariferhöhung, vielmehr billigere und sozial verträgliche Tarife
50 wichtige Maßnahmen
2001 lag der Anteil des Öffentlichen Verkehrs am Modal Split bei 34%. Aktuelle Zahlen der Stadt Wien weisen für 2008 auch nur einen Öffi-Anteil von 35% aus. Wenn man bedenkt, dass in diesen Zeitraum die milliardenschweren Verlängerungen der U1 nach Leopoldau und der U2 zum Stadion mit 10 neuen Stationen fallen, so muss diese Erhöhung als ziemlich bescheiden bezeichnet werden.
Als Hauptgrund für diese marginale Steigerung können sicherlich die Verschlechterung des Liniennetzes im Öffentlichen Oberflächenverkehrs sowie die fehlende konsequente Bevorrangung des Öffentlichen Oberflächenverkehrs bezeichnet werden.
Nach der U1-Verlängerung 2006 fahren einige Buslinien in der Donaustadt nicht mehr das Zentrum Kagran an. Nach der U2-Verlängerung 2008 wurde die Straßenbahnlinie 21 eingestellt und damit das funktionierende Netz des Öffentlichen Oberflächenverkehrs in der Leopoldstadt zerschlagen. Davor wurden nach U-Bahn-Eröffnungen die Linie 8 entlang des Gürtels und die Straßenbahnlinien in der Mariahilfer Straße und Praterstraße eingestellt.
Für einen attraktiven Öffentlichen Verkehr reicht es nicht, nur auf schnelle U-Bahnen zu setzen. Für den regionalen Verkehr ist ein dichtes Netz notwendig. Um die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in Wien attraktiver zu gestalten und dadurch mehr Menschen zur Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel zu animieren, sind daher eine Menge von größeren und kleineren Maßnahmen im Öffentlichen Oberflächenverkehr notwendig.
Eine detaillierte Liste mit allen 50 Verbesserungen gibts rechts als Download.
Downloads
- Liste mit allen 50 Verbesserungen (PDF, 86.0 KB)
A-1082 Wien, Stiege 6
Tel: +43 1 4000 81800
Fax: +43 1 4000 99 81800
wien@gruene.at
KOMMENTARE
ich finde es sehr wichtig, dass die attraktivität der öffis erhöht wird. dies kann aus meiner sicht hauptsächlich mit verfügbarkeit (kurze intervalle, beginn- und endzeiten und nachtlinien) erreicht werden. als mitbewohner im südosten wiens bin ich mit dem 'neuen' schwechat-express daher überhaupt nicht einverstanden. der würde aus meiner sicht sehr viele mitbewohner aus meiner gegend 'links' liegen lassen. soll heißen, sehr viele wohnen in der gegend von kaiserebersdorf, dort würde der neue schwechat-express aber nicht hinfahren. es wäre auch eine großartige verbesserung, wenn die linie 6 nach 19:20 uhr bis zentralfriedhof 3. tor fährt (oder sogar bis nach kaiserebersdorf) und nicht bis fickeysstraße kurzgeführt wird. die dadurch entstehenden kosten halte ich sehr gering.
Eine U5 Anbindung an den neuen Zentralbahnhof wäre mehr als anzuraten!!!
Die U2 und U1 sind ja viel zu weit weg vom Bahnhof. Jemand der viel Gepäck hat, hat keinen Bock darauf einen langen Wandertag zu machen. Da nimmt man sich dann doch lieber ein Taxi beim Hauptbahnhof.
Gute Sache!
Mein Addendum betrifft den Teil der Währingerstraße ausserhalb des Gürtels. Schlechtparkende Autos halten täglich den gesamten Verkehr (Strassenbahnen und dahinter Autos) mehrfach (vor allem morgens und abends) auf. An neuralgischen Punkten sollte Parken verboten sein (gesichert mit Bollern). Langsam wird's ja eine gute Statistik geben, an welchen Stellen regelmäßig unzulänglich gepart wird.
Vermutlich gilt das auch für andere Linien in ähnlich engen Durchzugsstraßen auch.
Die Umstellung der Busline 13A auf Straßenbahnbetrieb fehlt in diesem Papier.
-- Schon bei der kleinsten Verspätung stehen die Busse Stoßstange an Stoßstange.
-- Platz für nur max. 2 Kinderwagen, Eltern müssen warten
-- Die Busse sind trotz dichtem Fahrplan fast immer grausam überfüllt.
-- Die STraßenbahnline 13 macht auch als Anbindung der Bezirke 4-9 an den neuen Hauptbahnhof Sinn.
http://www.facebook.com/home.p- hp#/group.php?gid=56523148429&- ref=ts
das wird technisch wahrscheinlich kaum machbar sein: bei den engen Kurven, und teils engen Gassen, wo der 13A fährt.
da wäre es besser eine neue z.B. 15A Linie etwas weiter parallel zu führen.
sorry der link ist falsch:
http://oeffiradfuss.blogspot.c- om
Wow. Wirklich sehr gute Ideen. Am liebsten würde ich mich gleich an der Planung beteiligen...Hab ja teilweise ähnliche Ideen vor allem mit der S-Bahn...siehe http://oeffiradfuss.blogspot.c- om
Klingt gut, aber das Ersetzen des 13As durch eine Bim, die unterirdische Strassenbahn durch die Herrengasse und die Einbindung der Badner Bahn in die U6 bei der Philadelphia Bruecke - eigentlich alte Forderungen, die wohl keiner Begruendung beduerfen - fehlen mir sehr schmerzlich.
Vorab: Ein großes Lob für euer Engagement und die weitestgehend wirklich gut durchdachten Vorschläge.
Dass der 57A dringend an einen höherrangigen Verkehrsknoten angebunden gehört, ist klar. Frage: Warum ist das im vorliegenden Vorschlag die Station Volkstheater und nicht etwa der Karlsplatz? Denn: Beim Volkstheater besteht "nur" Anschluss an die U2 (was aber schon bei der Hst. Getreidemarkt der Fall ist) sowie die U3, die ja eigentlich eh die ganze MaHü entlang parallel zum 57A verläuft und somit aus dem 6. Bezirk ganz gut erreicht werden kann.
Und eine Verlängerung des 57A Richtung Westen wäre doch auch eine Überlegung wert: Zumindest bis zum 10A, warum aber nicht gleich durch die (unterversorgte) Penzinger Straße bis zur Hst. Hietzing?
Dann noch den 71er zur Börse verlängern und perfekt!!
Die Sache ist dass es dann eine Umsteigestelle bei der Oper zur U1 gäbe! Das ist einfach notwendig. Soweit ich weiss legt sich der Bezirksvorsteher des 11. Bezirks quer. Einfach peinlich!
Sehr gute Liste mit vielen sinnvollen vorschlaegen. Aber ...
Hat es einen Grund, warum bei den Vorschlaegen der notorisch ueberlastete und im Zuge des Hauptbahnhofes in jedem Fall verbesserungswuerdige 13A auf der Liste fehlt? Auch fuer den gaebe es ja schon konkrete Plaene den wieder auf Strassenbahn umzustellen.
Auch die Verlaengerung der SL71 zur Boerse fehlt mir in der Liste - die Verlaengerung zum Karlsplatz alleine reicht m.E. nicht aus. (insb da fuer die Verlaengerung zur Boerse keine Baumassnahmen notwendig sind, fuer eine zum KP schon.) Auch hier sind ja die bereits konkreten Plaene unverstaendlicher Weise schubladisiert worden.
ad 33: Das waere im Prinzip die Widerherstellung des alten Zustandes (33 bis Gerasdorferstr). Denn hier kann man dann auch die SL30 und 33 wieder verbinden und hat den alten Zustand erreicht.
Benützungsbedingungen
Maximal 1000 Zeichen sind möglich, längere Texte werden automatisch abgeschnitten. Die Kommentare von BenutzerInnen geben nicht die Meinung der Grünen Wien wieder. Die Grünen Wien behalten sich vor, strafbare, rassistische, sexistische, diskriminierende, pornografische, nationalsozialistische oder beleidigende Kommentare zu entfernen bzw. den jeweiligen Account zu sperren. Alle BenutzerInnen sind für die von ihnen veröffentlichten Inhalte und Daten selbst verantwortlich. Die Grünen Wien übernehmen keine Haftung für die von den UserInnen produzierten und bereitgestellten Inhalte.



