Platz da! 10 Ideen für mehr Freiraum in Wien
21.09.2009 10:49
Wir wollen den öffentlichen Raum "fair teilen" und präsentieren 10 konkrete und einfach umsetzbare Ideen für mehr Platz in Wien. Die Stadt gehört uns allen! Platz da!
"Die Gebäude machen das Gesicht und der öffentliche Raum die Seele einer Stadt aus", heißt es. Im öffentlichen Raum treffen sich alle BewohnerInnen, ob jung oder alt, ob reich oder arm, ob hier geboren, oder nicht. Mit den unterschiedlichen Interessen und Nutzungen kommt es aber auf engem Raum zu Konflikten und Besitzansprüchen. Auch in Wien gab es in den vergangenen Jahren eine Tendenz zu höherem Nutzungsdruck und zunehmender Privatisierung.
Fakten über den öffentlichen Raum in Wien
Der neue Rudolf Bednar Park auf dem ehemaligen Nordbahnhofgelände im 2. Bezirk ist mit einer Fläche von 31 Hektar die erste neugeschaffene größere Parkanlage in Wien seit 35 Jahren! Der letzte neue Park in dieser Größenordnung ist der Kurpark Oberlaa, der im Jahr 1974 zur Internationalen Gartenschau eröffnet wurde! Zwischen 1997 und 2003 hat Wien ca. 2.420.000 m² an Grünraum verloren, hauptsächlich vormals landwirtschaftlich genutzte Flächen.
10 Ideen für mehr Platz in Wien
1. Mehr Platz!
20 km² neuen öffentlichen Raum, das heißt Plätze und Fußgängerzonen über ganz Wien verteilt. Das entspricht etwa fünf Prozent der Gesamtfläche Wiens.2. Neue Parks
In jedem Bezirk einen neuen Park. Warum innerstädtisch, wo es möglicherweise keine geeigneten Grundflächen gibt nicht auch Grünflächen auf Flachdächern einrichten, wie beispielsweise in Wien Mitte? New York machts gerade vor: www.thehighline.org3. Straße Fair-Teilen
In jedem Bezirk mindestens drei Straßen, die nach dem "Shared-Space" Prinzip gestaltet werden.4. Ciclovia in Wien
Ringstraße muss autofrei werden, jeden Sonn- und Feiertag, zwischen 7.00 und 16.00 Uhr als ersten Schritt. Offen für Sport und Freizeitaktivitäten, Joggen, Radfahren, Spazierengehen... siehe: www.youtube.com5. Baulücken als Freiräume
Ungenutzte Flächen mitten in der Stadt sind viel zu wertvoll, um sie nicht zu nutzen. Die Stadt muss EigentümerInnen Anreize bieten, diese Oasen zu öffnen. Die Grundbesitzabgabe für Baulücken könnte besipielsweise für die Dauer einer öffentlichen Benutzung deutlich reduziert werden, so dass innerstädtsiche Brachflächen nicht jahrelang einfach als abgesperrte Parkplätze vor sich hin dämmern.6. Park statt Parkplatz
Pro Kind zumindest die Fläche eines Parkplatzes an Spiel- und Freiflächen.7. Mehr Freiraum für Jugendliche
Nichtkommerzielle Räume und Gratisnutzung der Sportflächen. Beispielsweise sind bestens ausgerüstete Schulsportplätze über den Sommer zumeist abgesperrt. Wenn man Haftungs- und Beaufsichtigung regelt, wären das zusätzliche ideale Freiräume über ganz Wien verteit8. Öffnung der Bundesgärten und Kleingärten
Absperrungen der Bundes- und Kleingärten öffnen, denn diese sind öffentliches Gut, da wollen wir alle etwas davon haben. Warum sperrt Schönbrunn im Winter schon um 16:00 Uhr zu? Ein paar Lampen aufstellen und los zum "Night-Jogging"
9. Öffentlichen Raum Fair-Teilen!
Wer Geschäfte mit dem öffentlichen Raum macht, soll der Allgemeinheit etwas zurückgeben. Die Miete für öffentliche Flächen, die so genannte Gebrauchsabgabe, soll erhöht werden und für Investitionen in den öffentlichen Raum zurückfließen!10. Gärten für alle!
Neue Flächen für Selbsterntebeete in ganz Wien!
A-1082 Wien, Stiege 6
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KOMMENTARE
danke, dass ihr auch darüber berichtet, es wird tatsächlich alles enger u lauter. ich unterstütze das voll
lg irene promussas
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