am 9. Februar
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Pilz zu Wiener Ärztekammer: "Chance, verkrustete Strukturen aufzubrechen"
Dass ÄK-Präsident Dorner bei den kommenden Kammerwahlen im März nicht mehr antritt ist eine Chance für ein zeitgemäßes Verständnis von Standesvertretung.
"Es ist an der Zeit, dass auch in der Wiener Ärztekammer ein modernes und zeitgemäßes Verständnis von Standesvertretung einzieht", kommentiert die grüne Gesundheitssprecherin Sigrid Pilz die heutige Meldung, dass ÄK-Präsident Dorner bei den kommenden Kammerwahlen im März nicht mehr antritt.
"Im Wiener Gesundheitswesen müssen sich alle PartnerInnen zu den längst notwendigen Reformen bekennen, auch die Ärztekammer muss aus der Neinsager-Ecke und Besitzstandswahrer-Haltung heraus", so Pilz. Es ist zu hoffen, dass der neue Kandidat der ÖVP-nahen Vereinigung, Dr. Steinhart, die Zeichen der Zeit erkennt. In der Ärztekammer selbst muss dringend Transparenz und Kostenbewusstsein einziehen, der jüngste Rechnungshofbericht zur Kammergebarung zeigt nämlich großen Handlungsbedarf auf. Auch in den Verhandlungen zu ELGA sollte seitens der Kammerspitze längst mehr Sachlichkeit und PatientInnenorientierung an den Tag gelegt werden.
Bedauerlich findet die grüne Gesundheitssprecherin, dass in der Ärztekammer weiterhin offenbar hauptsächlich männliche Funktionäre in Spitzenämter gewählt werden. "Eine weibliche Führung hätte sowohl für das Selbstverständnis von Standesvertretung, als auch als Verhandlungspartnerin im Gesundheitswesen neue Zugänge eröffnen können", so Pilz abschließend.
