4.8.2010
(0 Kommentare)

Vassilakou: Bund und Länder sehen beim Pflegenotstand tatenlos zu

Forderungen der Pflegeorganisationen sind voll inhaltlich zu unterstützen - Bund und Länder müssen bis Ende September vorlegen, wie der Pflegenotstand behoben werden kann

Die stellvertretende Bundessprecherin der Grünen, Maria Vassilakou, fordert anlässlich des Alarms der Pflegeorganisationen Bund und Länder auf, bis Ende September einen Plan vorzulegen, wie der Pflegenotstand in Österreich behoben werden kann. "Die Angehörigen und die zu pflegenden Menschen fühlen sich von der Politik zunehmend allein gelassen. Ihre Bedürfnisse werden in keiner Weise berücksichtigt. Österreich hat einen veritablen Pflegenotstand", so Vassilakou. "Geld pflegt nicht, aber ohne ausreichende Mittel keine qualitätsvolle Pflege", so Vassilakou. "Bund und Länder dürfen die finanziell völlig überforderten Gemeinden nicht weiterhin allein lassen, sondern müssen jetzt Geld in die Hand nehmen. Anders ist dieser Pflegenotstand nicht zu beheben."

Zusätzlich müssen die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung für Pflege- und Betreuungsberufe deutlich verbessert werden. "Nur wenn die politisch Verantwortlichen dafür sorgen, dass die Pflegeberufe attraktiver werden, werden sich Menschen für diese Ausbildungen entscheiden und dann auch im Beruf verbleiben. Bund und Länder sind gefordert, eine Ausbildungsoffensive zu starten, um neue Pflegekräfte zu gewinnen", so Vassilakou. "Die österreichische Bevölkerung wird immer älter, der Bedarf nach Pflege und Betreuung steigt immens. Gleichzeitig nehmen Single-Haushalte zu, womit die derzeit wichtigste Säule, die Angehörigen, zukünftig nicht mehr vorhanden sein wird. Um die absehbare Versorgungskrise zu verhindern, müssen Bund und Länder ihre Verantwortung endlich wahrnehmen und ein zukunftsfähiges Modell finanzieren."

 

Story weiterempfehlen: Share |

Kommentare