18.3.2010
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Vassilakou: Steuervorteile abschaffen und damit Kindergartenplätze fördern

Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Österreich nur sehr eingeschränkt möglich - Familienförderung geht in falsche Richtung

Die Klubobfrau der Grünen Wien, Maria Vassilakou, fordert, dass mit den Mitteln der Familienförderung dringend neue Kindergartenplätze geschaffen werden. "In Österreich ist nach wie vor die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nur sehr eingeschränkt möglich, was meist zu Lasten der Frauen geht. Ungerechtfertigte Steuervorteile müssen abgeschafft und die dadurch freiwerdenden Gelder in qualitativ hochwertige Kinderbetreuung gesteckt werden. Nur wenn die Frage der Kinderbetreuung optimal gelöst ist, gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für alle", so Vassilakou. Sie forderte eine Streichung des Alleinverdienerabsetzbetrags für Familien ohne Kinder, der ja keinen Beitrag zur Förderung der Berufstätigkeit von Frauen leistet.

Noch immer bestehe ein "Mangel" an Betreuungsplätzen, derzeit fehlten bundesweit rund 70.000 bis 80.000, so Vassilakou. Der größte Bedarf bestehe bei Plätzen für unter Dreijährige, hier sei die Betreuungsquote im Kindergartenjahr 2008/2009 österreichweit bei lediglich rund 13,9 Prozent gelegen. Verschärft werde die Situation durch Vereinbarungen, wie es sie etwa in Wien gebe: Dort seien alle Träger, die von der Gemeinde gefördert werden, dazu angehalten worden, wegen des verpflichtenden Kindergartenjahres vor Schuleintritt für alle Fünfjährigen diese Altersgruppe bei der Vergabe zu bevorzugen, ebenso Kinder von Berufstätigen.

 

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