2.12.2009
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Grüne Wien verlangen Offenlegung der Werbeausgaben der Stadt Wien

Ringler: BM Schmied zahlt 50.000-Euro-Inserat für Stadtrat Oxonitsch - Transparenz über Geldflüsse für Inserate muss hergestellt werden

Im Zuge der Diskussion über Werbeausgaben der Bundesregierung im zeitlichen Zusammenhang von Wahlkämpfen fordern die Grünen Wien jetzt auch auf der Ebene der Stadt Wien Transparenz und die Offenlegung der Geldflüsse für Zeitungsinserate und Werbeeinschaltungen. Dass im Bereich der Inserate in Wien dringend Transparenz hergestellt werden muss, zeigt eine Anfrage des Grünen Nationalrats und Bildungssprechers Harald Walser. Aus der Beantwortung geht hervor, dass Bundesministerin Schmied eine Anzeige für den Wiener Stadtrat Christian Oxonitsch finanziert hat. "Diese 50.000-Euro-Querfinanzierung ist völlig unangebracht und undurchsichtig. Geht es hier darum, möglichst viel Werbung für den neuen SP-Stadtrat Oxonitsch herauszuholen, auf Kosten der SteuerzahlerInnen?", kritisiert die Kultursprecherin der Grünen Wien, Marie Ringler. "Es spricht nichts dagegen, dass die Stadt Wien wichtige Informationen für BürgerInnen inseriert. Aber die SteuerzahlerInnen haben ein Recht darauf zu wissen, wie viel Geld welches Medium von der Stadt Wien bekommt. Wir wollen wissen, welche Mittel einzelnen Medien im Detail erhalten", so die Kultursprecherin der Grünen Wien, Marie Ringler. Die Grünen Wien fordern die Offenlegung aller Werbebudgets der Stadt Wien. Die Nachvollziehbarkeit der Verwendung der Werbemittel muss gegeben sein. "Es wirft ein schiefes Licht auf die Werbetätigkeiten der Stadt Wien, dass eine entsprechende Anfrage der Grünen nach den Werbebudgets im Jahr 2008 nicht beantwortet wurde", so Ringler. Scharfe Kritik übt Ringler an der derzeitigen Anzeigenkampagne von Kulturstadtrat Mailath-Pokorny. "Ich frage mich schon, wo der Informationsgehalt dieser Kampagne liegt. Es drängt sich der Verdacht auf, dass hier vor allem Werbung für den Stadtrat Mailath-Pokorny selbst im Vordergrund steht und massive parteipolitische Interessen verfolgt werden. Für das Wahljahr 2010 lässt das nichts Gutes hoffen: Bereits heuer plant Mailath-Pokorny Einschaltungen in der Höhe von einer halben Million Euro. Damit könnte man in Wien die U-Bahn über einen Monat rund um die Uhr fahren lassen."

 

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