INTERVIEW
Wie bist du bei den Wiener Grünen gelandet?
Angezogen an den Grünen hat mich neben ihrem konsequenten Einsatz für Frauen vor allem die Europapolitik. Anfang der 90er schloss ich mich der links-alternativen EU-kritischen Bewegung an, und mein erster Job nach dem Studium war Europareferentin bei Frauenministerin Johanna Dohnal. Das Angebot der Grünen, Europareferentin im Grünen Parlamentsklub zu werden, habe ich 1995 mit Freuden angenommen – und bin seither aus voller Überzeugung „hängen geblieben“.
Welches Thema liegt dir besonders am Herzen?
Mein Herzensthema ist die Europapolitik. Auch Kommunalpolitik ist Europapolitik und umgekehrt. In der rot-grünen Regierung haben wir das Rederecht für EuropaparlamentarierInnen im Wiener Gemeinderat umgesetzt – europaweit einzigartig! Auch die Vernetzung grüner KommunalpolitikerInnen über Ländergrenzen hinweg ist mir ein grosses Anliegen.
Dein Lieblingsvideo?
"Life of Brian" von Monty Python. Mittlerweile in die Jahre gekommen, aber für meine politische Generation eine zeitlose Parodie auf linke Bewegungen.
Wie würdest du deinen Job in drei Worten beschreiben?
Abwechslungsreich, inhalte- UND praxisorientiert. Und man hat ständig Kontakt mit unterschiedlichen Menschen. Faszinierend!
Was treibt dich an?
Der Widerstand gegen Neoliberalismus und Totalitarismus. Ich komme aus einer Widerstandskämpferfamilie, meine antifaschistische Grundhaltung ist einer der Gründe für meine Überzeugung für die Europäische Union. Diese muss aber endlich sozial und demokratisch gestaltet werden – sonst ist die gesamte Europäische Idee in Gefahr und die Rechten wieder auf dem Vormarsch.