Die Grünen

Dienstag, 9. Februar 2010

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Kultursubventionen: Kahlschlag wegen Krise?

01.04.2009 23:33

 

Im letzten Moment hat die SPÖ einen Rückzieher gemacht. Aber jetzt stellt sich die Frage: Aufgeschoben, aber nicht aufgehoben…

Was war geplant?

Still und heimlich wurde in den Subventionsakten für den Kulturausschuss am 31. März ein Passus eingefügt, der die Stadt Wien im Falle einer sich verschlechternden Finanzsituation zu Subventionskürzungen von 20 % pro Jahr berechtigt hätte.

Dieser Passus wurde dann doch vor der formalen Beschlussfassung aus den Akten gestrichen. Diese erfreuliche Entwicklung kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, welche weitreichenden Konsequenzen angedacht waren.

Faximile Subventionsakten

So hätte eine Institution, die per Mehrjahresvertrag 120.000 Euro von 2010 – 2013 zugesichert bekommen hätte sollen, am Ende nur noch über 55.000 Euro verfügt.

Die "Kürzungsklausel" wurde noch im Kulturausschuss selbst, durch Andreas Mailath-Pokorny aus den Akten gestrichen und somit für nichtig erklärt.

Wir begrüßen, dass die Kürzungsklauseln aus den Subventionsakten entfernt wurden, aber die Frage bleibt: welche Kulturpolitik macht SPÖ Stadtrat Mailath-Pokorny eigentlich?

In der Krise sind Kürzungen der falsche Weg

Wir Grüne werden auch in Zukunft aktiv gegen Kahlschlag in der Kultur vorgehen, denn wir alle brauchen Kunst und Kultur als Freiräume der Reflexion.

Wie will jedoch die Stadt Wien in Zukunft auf die Auswirkungen der Finanzkrise reagieren? Wird bereits an neuen Formulierungen gefeilt, oder an neuen Modellen für Subventionskürzungen gearbeitet?

Kunst und Kultur schaffen Freiräume für kritische Reflexion, abseits von ökonomischen Interessen. Sie sind ein unverzichtbarer Bestandteile einer offenen Gesellschaft der Vielfalt und Internationalität. Besonders zeitgenössische Kunstformen – gerade abseits kommerzieller Verwertbarkeit schaffen Reflexions- und Auseinandersetzungsräume, die gerade in Zeiten der Krise besonders wichtig sind. Denn an diesen Orten entstehen die Ideen für unsere Zukunft.

Kunst- und Kulturarbeit schafft auch wirtschaftlichen Mehrwert

Der Kunstbereich und die damit eng verbundene Kreativwirtschaft sind aber auch zu einem wesentlichen Wirtschaftsmotor für Wien geworden.

Investitionen in Kunst und Kultur stellen sicher, dass der Kulturbereich auch weiterhin

  • einen hohen Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung hat
  • Arbeitsplätze schafft und erhält
  • eine wichtige Triebkraft für den Wiener Tourismus bleibt
  • zu einer nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft beiträgt
  • als Wirtschaftssektor ein höheres Wachstum als die übrige Wirtschaft aufweist
  • den Standort Wien stärkt und Investitionen fördert


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KOMMENTARE

Dein Kommentar
Hirschmugl meinte am 03.04.2009 Antworten

So eine Entscheidun, in der Zeit das Kulturbudget zu kürzen finde ich super. Die Bevölkerung braucht jetzt keine "Freiräume für Reflektion" , sie braucht andere Freiräume, Arbeitsplätze, und wie sie ihre Kredite bedienen kann.

 

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