Die Vererbung von Bildung

Unser Schulsystem ist sozial selektiv.“ Ein Satz den alle BildungsexpertInnen seit Jahren rauf und runter beten. Doch was ist damit gemeint? Einfach gesagt: Ob du die Matura oder ein Studium machst hängt viel weniger davon ab, ob du schlau und fleißig bist, sondern viel mehr von der Bildung und dem Beruf deiner Eltern. Anders ausgedrückt: in Österreich wird Bildung vererbt – zumindest zu einem sehr großen Teil. Das Problem dabei? Die Chancen sind nicht für alle gleich oder besser gesagt: das System ist ungerecht!

Es gibt mittlerweile unzählige Studien die belegen, dass unser Bildungssystem unfair ist . Dadurch werden Jahr für Jahr die Chancen von Kinder verspielt auch wirklich die beste Bildung zu bekommen.

Wie viele Studien braucht es noch?

Alle paar Jahre wird in Österreich zum Beispieleine Sozialerhebung unter Studierenden durchgeführt. Die letzte wurde gerade im Mai veröffentlicht. Darin wird zur Kategorisierung ein ansonsten nicht mehr sehr gebräuchlicher Schichtindex erstellt, der soziale und kulturelle Indikatoren berücksichtigt, allen voran das Bildungsniveau und den Beruf der Eltern. Es gibt eine niedrige, mittlere, gehobene und hohe Schicht.

Grundsätzlich spricht man heutzutage eher von `bildungsfernen Schichten´ oder auch Milieus, bei Eltern die zum Beispiel als höchsten Bildungsabschluss die Pflichtschule haben. Demgegenüber von `bildungsnahen Schichten´, wenn zumindest ein Elternteil einen Universitätsabschluss hat.

Jedenfalls zeigt die aktuelle Sozialerhebung, dass von Studierenden aus der sogenannten `niedrigen Schicht´ 61 Prozent nach der Volksschule die Hauptschule besuchten und nur 38 Prozent die AHS-Unterstufe. Von den Studierenden aus der `hohen Schicht´ besuchten aber 87 Prozent die AHS und nur 11 Prozent wechselten in die Hauptschule.

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Portraitbild von Senol Akkilic

» /senolakkilic

engagiert sich mit viel Power für die Interessen der jungen WienerInnen.