In der letzten Sitzung der Stadtentwicklungskommission wurde eine Machbarkeitsstudie der TU Wien über eine mögliche Straßenbahnlinie 13 anstelle des Busses 13A vorgestellt. Im rot-grünen Regierungsübereinkommen war die Prüfung der Machbarkeit dieser Straßenbahnlinie ja vereinbart worden.
Technisch machbar aber wegen hoher Kosten derzeit nicht umsetzbar
Die Prüfung ergab, dass in einer doppelgleisigen Variante eine Umsetzung technisch machbar wäre. Dazu sind viele Umgestaltungsmaßnahmen nötig, zum Beispiel:
- Eine Fahrbahnreduktion in der Gumpendorferstraße, der Hofmühlgasse und auf der Pilgrambrücke (3 statt 6 Fahrstreifen)
- Der Margaretenplatz und der dortigen Brunnen müssten umgestaltet werden
- Zusätzlich müssten abschnittsweise Fahrverbote (ausgenommen AnrainerInnen und Lieferverkehr) vor allem in der Neubaugasse umgesetzt werden
Die schlechte Nachricht: Die Kostenschätzung inklusive der Fahrzeuge, der Risikokosten und der dann notwendigen Aufwertung des Straßenraums liegt bei 120 Millionen Euro. Das Projekt ist aufgrund der hohen Kosten daher derzeit nicht umsetzbar. Nun überlegen wir, zumindest einen Gelenkbus auf der Strecke einzusetzen.
Drei neue Straßenbahnstrecken kommen
Es wurde in der Kommission aber auch über andere langfristige Ausbaupläne für das Wiener Straßenbahnnetz beraten und eine Priorisierung vorgenommen.In den kommenden Jahren sollen vor allen anderen Ausbaumaßnahmen die Wienerbergtangente (eine neue Straßenbahn in Favoriten), die Pratertangente (Linie 18 vom 3. Bezirk zum Happelstadion) und die Verlängerung der Linie O in das Gelände des ehemaligen Nordbahnhofs in der Leopoldstadt angegangen werden (Hier die Details). Für die erforderlichen Machbarkeitsstudien und Grobplanungen hat es heute den Startschuss in der Stadtentwicklungskommission gegeben.
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