Tipps bei hoher Bleibelastung
Die langfristig einzig sinnvolle Maßnahme bei hohen Bleiwerten im Trinkwasser ist der Austausch aller Bleileitungen. Wenn in ihrer Trinkwasserprobe Blei gefunden wurde nehmen Sie diesbezüglich mit Ihrer Hausverwaltung Kontakt auf. Informieren Sie diese über den Blei-Messwert und fragen Sie, welche Maßnahmen seitens der Hausinhabung getroffen werden bzw. wann die Bleileitungen im Haus ausgetauscht werden. Bei sehr hohen Bleibelastungen des Trinkwassers ist eventuell auch eine Mietzinsreduktion durchsetzbar.
Auskünfte für gebäudebezogenen Leitungstausch (Steigleitung und Wohnungen) erteilt auch der Wohnfonds Wien, Auskünfte für wohnungsseitige Sanierungen (auch Eigenheime und Kleingartenwohnhäuser) erhalten Sie in der Magistratsabteilung 50.
Das können Sie gleich tun
Als Sofortmaßnahme bei erhöhten Bleiwerten lassen Sie immer 5-10 Liter Leitungswasser aus der Leitung rinnen, bevor Sie es trinken oder zum Kochen verwenden. Das Blei reichert sich bei längerer Stehzeit des Wassers in der Leitung am stärksten an.
Eine weitere Möglichkeit ist die Montage eines Schutzfilters direkt am Wasserhahn oder der Einbau einer sogenannten Umkehrosmose-Anlage. Beiden Maßnahmen sind als Sofortmaßnahme sinnvoll, aber teuer. Besondere Vorsicht ist bei der Zubereitung von Babynahrung notwendig: Neben den oben genannten Möglichkeiten ist hier auch die Verwendung von stillem Mineralwasser sinnvoll.
Wenn sie sich an der Aktion "Trinken sie bleifrei" der Wiener Grünen beteiligen und die Bleiwerte in ihrem Trinkwasser bestimmen lassen, erhalten sie einen Befund mit Handlungsempfehlungen die auf den gemessenen Bleiwert abgestimmt sind.