Best Practice: Vorbild Hamburg

So wie Wien hat auch Hamburg ein großes Problem mit Bleileitungen in alten Wohnhäusern. Nur der Umgang damit ist ein anderer.

Gratis-Tests

Die Stadt bietet schon seit Jahren Schwangeren und Familien mit Säuglingen und Kleinkindern kostenlose Bleiuntersuchungen ihres Trinkwassers an. Eine Forderung die in Wien die Grünen gemeinsam mit Umweltorganisationen und der Wiener Umweltanwaltschaft schon seit Jahren stellen.

Verpflichtender Austausch und Information

Ebenfalls vorbildhaft in Hamburg: Hausinhabungen, bei denen die Blei-Grenzwerte überschritten wurden, müssen umgehend erforderlichen Maßnahmen zur Aufklärung der Ursache veranlassen, außerdem muss das Gesundheitsamt unterrichtet werden, das eine regelmäßige Überwachung veranlassen kann. Der Vermieter kann auch die Auflage bekommen, die Bleirohre auszuwechseln.

Auch ein umfangreiches Untersuchungsprogramm "Bleibelastung durch Trinkwasser" hat die Stadt Hamburg in Auftrag gegeben. Wie es im Vorwort zu der Studie heißt will sich die Gesundheitspolitik vermehrt der Ausschaltung vermeidbarer Bleiquellen widmen. So sollte mit einem evidenten Problem umgegangen werden: Erkennen, ansprechen und handeln.

Wien ist leider anders

Wien ist anders – hier ist die Devise: unter den Tisch kehren. Die SPÖ Stadtregierung blockiert seit Jahren alle Anträge der Grünen die ähnliche, zum Teil auch die gleichen, Maßnahmen wie in Hamburg fordern. Ein geplanter Informationsfolder zu der Thematik wurde von den Wiener SPÖ-PolitikerInnen schon vor Jahren gestoppt: "Das Projekt kann in dieser Form leider nicht umgesetzt werden. Der heikle Themenbereich hat auf politischer Ebene nicht die notwendige Unterstützung erfahren.