24.11.2011
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Das Rot-Grüne Wien schafft Einkommenstransparenz

Die Stadt Wien wird alle Gehälter ihrer 65.000 Bediensteten veröffentlichen. Anonymisiert und nach Berufsfeldern gegliedert, in einem jährlichen Bericht.

Auch im öffentlichen Dienst gibt es Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen, wenn auch in geringerem Ausmaß als in der Privatwirtschaft. Die Stadt Wien als größte Arbeitgeberin setzt nun einen vorbildlichen ersten Schritt zu mehr Transparenz: sie veröffentlicht alle Gehälter.

Ziel des Einkommensberichts ist das Schließen der Einkommensschere durch die Entwicklung gegensteuernder Maßnahmen und das Aufzeigen von Benachteiligungen beim Einkommen, etwa durch Teilzeitarbeit.

Als gesetzliche Grundlage wird das Wiener Gleichbehandlungsgesetz novelliert. Konkret heißt es in der Novelle, die heute dem Wiener Landtag zur Beschlussfassung vorgelegt wird:

"Nach wie vor verdienen österreichweit erwerbstätige Frauen deutlich weniger als erwerbstätige Männer, wobei dieser Einkommensunterschied nur zum Teil durch unterschiedliche berufliche Merkmale von Frauen und Männern erklärt werden kann. Um Gehaltsunterschiede zwischen weiblichen und männlichen Bediensteten aufzuzeigen und gegensteuernde Maßnahmen ergreifen zu können, soll für den Bereich der Bediensteten der Gemeinde Wien die Gehälter-Transparenz erhöht und ein jährlicher Einkommensbericht erstellt werden."

Der Einkommensbericht soll jährlich bis zum 1. Oktober vorliegen. Er soll die Zahl von Frauen und Männern in den einzelnen Berufsfeldern ausweisen sowie das Median- und Durchschnittseinkommen von Frauen und Männern in den einzelnen Berufen auflisten.

Die Stadt Wien geht diesen Weg freiwillig. Öffentliche Einrichtungen sind nämlich von der seit heurigen März im Bundesgleichbehandlungsgesetz verankerten Verpflichtung zur Einkommenstransparenz nicht erfasst. Doch Wien will als größte Arbeitgeberin Wiens ein Vorbild bei Chancengleichheit und Einkommensgerechtigkeit sein.

 

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