16.11.2011
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Nächtigungsgebühr für Obdachlose halbiert
Die Notschlafstellen für obdachlose Menschen werden künftig für zwei Euro pro Nacht zur Verfügung stehen, wir halbieren die Gebühr. Dies soll die KlientInnen der Notquartiere finanziell entlasten.
Im rot-grünen Regierungsprogramm haben wir die Evaluierung der unserer Meinung nach zu hohen Nächtigungsgebühren (wir wollten die Gebühr gänzlich streichen) bei Notschlafstellen für Obdachlose vereinbart. Diese ist abgeschlossen und wir halbieren die Gebühr auf zwei Euro pro Nacht. Es stehen in Wien übrigens insgesamt 400 Notschlafplätze zur Verfügung.
Ein Notquartier ist kein Wohnplatz und es gibt keinen Tagesaufenthalt, daher müssen wir den Preis entsprechend niedrig ansetzen. Zwei Euro sind für Menschen, die wenig haben, leichter aufzubringen als vier Euro. Durch den geringeren Kostenbeitrag eröffnet sich für manche KlientInnen die Möglichkeit, Geld für einen Wohnplatz, der oft mit Kaution und/oder Provision verbunden ist, anzusparen. Keine Nächtigergebühr bezahlen Menschen, die noch keine Mindestsicherung erhalten.
Wir dürfen nicht vergessen, dass das Leben auf der Straße oft mit hohen Lebenserhaltungskosten verbunden ist, da Strukturen für Kochmöglichkeiten mit Grundnahrungsmitteln nicht zur Verfügung stehen. Daher ist es wichtig, dass auch obdachlose Menschen die Mindestsicherung erhalten. Seit der Einführung bestätigen MitarbeiterInnen aus der Wohnungs- und Obdachlosenhilfe eine positive Entwicklung für die Betroffenen, v.a. die Frauen schaffen es vermehrt Wohnmöglichkeiten zu finden. Jeder Mensch erhält Hilfe, kein Mensch darf in Wien erfrieren.
