7.10.2011
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"Pimp my Integration“
In den kommenden Monaten startet in der Garage X das „Labor für postmigrantische Theaterarbeit“ mit Theater, Musik, Performances, Workshops und Diskussionsrunden. Keine Kunst für Gutmenschen, sondern die Abbildung der gesellschaftlichen Realität.
Etwa 44 Prozent der Wienerinnen und Wiener haben einen so genannten Migrationshintergrund. Das heißt, dass sie oder ihre Eltern mit unterschiedlichsten Talenten, Geschichten, Hoffnungen und Träumen hierher gekommen sind. Wir wollen diesen Reichtum, aber auch die Konflikte mit restriktiven Zuwanderungsgesetzen, Rassismus und Diskriminierung sichtbar machen und auf die Bühnen dieser Stadt bringen.
Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, nur Kultur von MigrantInnen für MigrantInnen zu fördern und damit zu ghettoisieren, sondern auf höchstem künstlerischem Niveau das Potenzial von "Mehrheimischen" für die gesamte Stadtbevölkerung und ein weltoffenes Wien zu entwickeln.
Solche Entwicklungen können nicht von der Kulturpolitik top-down verordnet werden. Deshalb haben wir einen bottom-up-Prozess angeregt, in dem Kulturschaffende und -expertInnen selbst definieren, welche Räume und Möglichkeiten sie für eine Kultur der gelebten Vielfalt benötigen.
In der von 25. Oktober bis 30. November und 18. Januar bis 10. Februar dauernden Projektreihe werden bedeutende internationale Theaterproduktionen gezeigt. Der Theater-Schwerpunkt wird durch ein umfangreiches Rahmenprogramm ergänzt: musikalische Liveacts, Stand Up Comedies sowie Filmvorführungen und Diskussionsrunden mit österreichischen undinternationalen ExpertInnen.
Mit der postmigrantischen Projektreihe startet ein Prozess, an dessen Ende - wie im rot-grünen Koalitionspapier vorgesehen - ein Konzept für die Einrichtung eines "postmigrantischen Kulturraumes" in Wien stehen soll. Kuratiert wird die Projektreihe von den Leiterinnen der Freien Theatergruppe "daskunst" Asli Kislal und Carolin Vikoler sowie den Direktoren der GARAGE X Ali M. Abdullah und Harald Posch.
