18.7.2011
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Otto-Wagner-Spital: Gute Lösung für alle Beteiligten finden

Die AnrainerInnen werden ausführlich informiert und eingebunden. Denn niemand soll vor vollendete Tatsachen gestellt werden.

Ich verstehe die Besorgnis der BürgerInnen und es ist wichtig, dass die Bevölkerung rechtzeitig und ausreichend informiert wird, was am Areal des Otto-Wagner-Spitals passieren wird. Derzeit sind wir aber von einem tatsächlichen Baubeginn des Wohnprojektes weit entfernt. Richtig ist aber, dass in einem kleineren Teilbereich bereits mit Vorarbeiten für ein neues Rehabilitationszentrum begonnen wurde. Für kommenden Herbst ist eine BürgerInnen-Information geplant. Selbstverständlich werden die AnrainerInnen ausführlich informiert und eingebunden, weil es sich bei dem Areal um eine besonders wertvolles Stadtgebiet handelt. Das Naherholungsgebiet der Steinhofgründe bleibt unberührt.

Baustart für Rehabilitationszentrum im Sommer 2011

Auf Basis der seit 2006 gültigen Flächenwidmung hat die VAMED als Projektbetreiber den Neubau eines Rehabilitationszentrums im Juni bei der Baubehörde eingereicht. Das Bewilligungsverfahren ist derzeit noch nicht abgeschlossen. Sehr wohl wird aber derzeit das Gelände für einen Neubau vorbereitet. Das geplante Gesundheitszentrum wird für KassenpatientInnen zugänglich sein und ist deshalb eine zum Gelände passende Folgeeinrichtung des Spitals. Der mehrmaligen Aufforderung der Stadt Wien, die BürgerInnen über das geplante Bauprojekt zu informieren, ist der Projektbetreiber VAMED bisher nicht gefolgt. Es ist ärgerlich, dass hier mit Informationen gegeizt wird. Die AnrainerInnen müssen Klarheit bekommen, was seitens der VAMED konkret geplant ist.

Wohnprojekt: Kein Baubeginn bevor offene Fragen geklärt sind

Bevor der Bau von Wohnungen auf dem Gelände des Otto-Wagner-Spitals durch die GESIBA überhaupt angedacht werden kann, müssen eine Reihe von Fragen geklärt werden. Dabei geht es vor allem um die Verbesserung der Infrastruktur durch öffentlichen Verkehr, Nahversorgung, Schule und Kindergarten. Auch die Verkehrsabwicklung von und zu den neuen Wohnungen muss auf die Bedürfnisse der AnrainerInnen abgestimmt sein. Es braucht ein innovatives Mobilitätskonzept für das neue Wohngebiet, das durch konkrete Angebote wie Carsharing und E-Bikes den Autoverkehr möglichst gering hält. Wir wollen keinen Schleichverkehr durch ruhige Gassen.

Historische Bausubstanz erhalten

Für das Wohnprojekt der GESIBA gibt es seit 2006 eine gültige Flächenwidmung. Die historischen Pavillons stehen unter Denkmalschutz und befinden sich in einer Schutzzone. Für den östlichen Randbereich, der nicht Teil des wertvollen, historisch geschützten Areals ist, wurde eine Nachnutzung in Form von Wohnungen und Spitalsfolgeeinrichtungen ermöglicht. Das Otto-Wagner-Spital muss in seiner historischen Substanz erhalten bleiben. Gemeinsam mit den Bürgerinitiativen haben wir damals eine zusätzliche Verbauung auf den Steinhofgründen verhindert. Jetzt geht es darum, eine gute Lösung für alle Beteiligten zu finden. Niemand soll vor vollendete Tatsachen gestellt werden.

 

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