13.5.2011
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Gestalte deine Stadt selbst! Mit der "Lokalen Agenda 21"

Die "Lokale Agenda 21" hat die politische Kultur in vielen Bezirken nachhaltig positiv beeinflusst. BürgerInnen haben ihr Grätzel nach ihren Wünschen verändert. Wir erklären, was die LA 21 kann und warum sie so wichtig ist für Wien.

Der Platz um die Ecke sollte mehr sein als Autoabstellfläche, sondern auch Freiraum für Kinder und Jugendliche bieten? Du hast Lust mit anderen gemeinsam einen Gemüsegarten in deiner Nachbarschaft zu bewirtschaften und bist auf der Suche nach Gleichgesinnten? Dein Haushaltsbudget ist eigentlich zu knapp für teure Lerninstitute und gemeinsam organisiertes Lernen für deine Schulkinder würde helfen? Mit der Unterstützung der „Lokalen Agenda 21“ wurden diese Wünsche für viele BürgerInnen Realität.

Lokale Agenda 21? Was ist das?

Die "Lokale Agenda 21" (hier kurz LA 21 genannt), unterstützt Beteiligungsprojekte zur nachhaltigen Stadtentwicklung. Die Projekte verbinden ökologische, soziale, kulturelle und ökonomische Aspekte. BürgerInnen, die selbst ein Projekt auf die Beine stellen wollen, bekommen Hilfe bei der Umsetzung. Die LA 21 stellt Raum und Infrastruktur für die Bildung einer Gruppe Gleichgesinnter bereit  und knüpft erforderliche Kontakte zwischen BürgerInnen, PolitikerInnen und Verwaltung. Damit ist die Agenda auch eine wichtiger Beitrag zu mehr Demokratie in der Stadt.

Die Idee der LA 21  wurde bei der großen Umweltkonferenz von Rio de Janeiro 1992 geboren. Man beschloss dort, nachhaltige Politik und Gesellschaftsveränderung auch lokal zu verankern und dies unter möglichst intensiver Einbeziehung der Bevölkerung. In Wien wurde die LA 21 im Jahr 1998, als rot-grünes Projekt im neunten Bezirk gegründet. Dort ist sie zu einem nicht mehr wegzudenkenden politischen Instrument geworden, das die politische Kultur im Bezirk nachhaltig positiv beeinflusst hat.

Die LA 21 wird in Wien von einem Verein koordiniert. In den Bezirken, die in den Prozess einsteigen, werden lokale Agendabüros eingerichtet.  Mittlerweile gab es die LA 21 in Wien in neun Bezirken, sechs davon sind nach wie vor aktiv. Über 120 Projekte wurden initiiert und viele Tausend ehrenamtliche Stunden seitens engagierter BürgerInnen und Bürger eingebracht. Die dazugehörende Webplattform www.la21wien.at wurde schon über 700.000 mal besucht.

Eine lebendige Demokratie braucht Partizipation

Anfang Mai fand im Wiener Rathaus eine große LA 21 Konferenz statt, rund 300 Leute haben sich dort ausgetauscht. Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou bestärkte bei diesem Anlass die Wichtigkeit dieses Instruments.

Wir werden uns in den nächsten Jahren bemühen, immer mehr Bezirke davon zu überzeugen, dass die LA 21 ein wichtiges und zukunftsträchtiges Instrument ist. Sie kann Nachhaltigkeit, stärkere Beziehung zum eigenen Lebensumfeld und demokratisches Verständnis im Bezirk fördern und das braucht Wien.

 

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