21.9.2010
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Solarstrom für 100.000 Haushalte in Wien

Wien ist Österreichs Schlusslicht bei der Nutzung von Solarenergie. Das wollen wir ändern.

Wien liegt bei Solarförderung im Schlussfeld

Derzeit liegt Wien bei der Nutzung der Solarenergie im internationalen und im Bundesländervergleich weit abgeschlagen im Schlussfeld. Österreich droht im internationalen Vergleich den Zug zu verpassen. Beschämend ist in Wien die geringe Anzahl an geförderten Solaranlagen. Im Jahr 2009 wurden in Niederösterreich 1752 und in Wien lediglich 36 neue Photovoltaikanlagen mit den jeweiligen Landesförderungen unterstützt. Die Stadt Wien gibt also viel zu geringe Mittel für die Förderung von Photovoltaikanlagen aus.

Auch die Bundesförderung wird wenig in Anspruch genommen

Nicht viel besser steht es in Wien mit der Inanspruchnahme der Bundesförderung: Bei der Photovoltaik-Anlagenförderung 2010 des Klima- und Energiefonds liegt Wien weit abgeschlagen auf dem letzten Platz: Von 5888 gestellten Anträgen zur Photovoltaik-Anlagen-Förderung 2010 entfallen auf Wien lächerliche 57, das sind nicht einmal ein Prozent.

Grafik: Grüne

Unser 100.000 Haushalte-Programm

Wien muss in einer Solaroffensive attraktive Förderungen bereitstellen und auch die organisa-torischen Rahmenbedingungen schaffen, dass alle WienerInnen geeignete Dachflächen für ihr Kraft-werk zur Verfügung gestellt bekommen. Insbesondere mangelt es in Wien auch an einer geeigneten Marketingstrategie der Stadt, die Photovoltaikanlagen bewirbt und das notwendige technische und orgnisatorische Know-How Interessentinnen unkompliziert zur Verfügung stellt.

Das Potential für Photovoltaikanlagen ist auch in Wien riesig: Tausende Quadratmeter Dachflächen stehen in Wien zur Verfügung, sodass jede Wienerin und jeder Wiener „sein eigenes Kraftwerk“ betreiben könnte. Das so genannte reduzierte technische Photovoltaikpotenzial Wiens beträgt 1.836 Gwh/Jahr (siehe RegioEnergy)

So geht´s: das Grüne Projekt Solarcity Liesing

Umgerechnet auf eine durchschnittliche Haushaltsgröße ergäbe diese Zahl theoretische 680.000 Haushalte, die mittels Solarstrom versorgt werden könnten. Die Grünen schlagen vor, in einem ersten Schritt 100.000 Haushalte mittels Solarstrom zu versorgen. Wie das gehen könnte, zeigt ein Beispiel aus Wien Liesing.

Solarcity

Liesing verfügt über das größte Industriegebiet Wiens mit 160 Hektar an Flachdächern auf großen Produktionshallen. Dies entspricht einer Fläche von 250 Fußballfeldern. Alleine das Postverteiler-zentrum verfügt über ein ungenutztes Flachdach im Ausmaß von 3 Hektar. Wir verwandeln diese Industriedächer in Energiekraftwerke mit Solaranlagen und Windrädern. Pro Hektar Flachdach erhält man 500.000KWh Stromertrag jährlich.

Die simple Rechnung ergibt den Ertrag aus Inzersdorf: 80.000.000 Kwh/Jahr (= 80 Gwh/Jahr). Ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht in Wien 2.700 KWh/Jahr, deshalb könnten so 30.000 Liesinger Haushalte mit sauberer Energie versorgt werden! Dazu braucht es endlich attraktive Förderungen für erneuerbare Energien, innovative Energiepartnerschaften und den klaren politischen Willen.

 

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Maria Vassilakou

Maria Vassilakou
maria.vassilakou@gruene.at