22.2.2010
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Die Alternative zur sauteuren und überdimensionierten A23

Am Flugfeld Aspern entstehen Wohnungen für zehntausende Menschen, als Straßenanbindung wird die A23 verlängert. Wir schlagen stattdessen den Bau einer Umfahrungsstraße vor: die B3d wäre viel billiger und sinnvoller.

Die erste Etappe des großen Stadtentwicklungsgebiets Flugfeld Aspern mit 8.500 Wohneinheiten für 20.000 Menschen und 20.000 Arbeitsplätzen entsteht bis 2015. Spätestens zu diesem Zeitpunkt muss auch die Straßenanbindung vom Flugfeld Aspern zur A23 verbessert werden, weil sonst der gesamte Autoverkehr durch die kleinen Straßen und Gassen von Aspern und Hirschstetten fließen wird. Wir haben eine Lösung: eine Umfahrungsstraße.

Die A23 kostet 1200 statt 428 Millionen Euro...

Die Wiener SPÖ möchte das Flugfeld Aspern mit einer Verlängerung der A23 vom „Knoten Hirschstetten nach Raasdorf (auch „Spange Flugfeld Aspern“ genannt) an die Südosttangente anschließen. Zu Beginn wurden die Kosten für diese Spange auf 384 Millionen Euro geschätzt. Inzwischen schreibt die Asfinag auf ihrer Website bereits von 428 Millionen Euro. Und vergangenes Jahr bestätigte die Asfinag Medienberichte, wonach die Spange Flugfeld Aspern mindestens 955 Millionen Euro kosten wird. Aus dem Verkehrsministerium werden sogar Kosten in der Höhe von bis zu 1,2 Milliarden Euro als realistisch eingeschätzt.

...und sie wird zu spät fertig

Die Kostenexplosion hat zur Folge, dass die Fertigstellung der Spange Flugfeld Aspern frühestens 2022 erfolgen kann, lange nach der Besiedelung des Flugfelds Aspern. Die Asfinag plant nun, zuerst den Abschnitt Flugfeld Aspern nach Raasdorf zu bauen, weil dorthin auch die S1 von Norden kommend (Autobahnumfahrung Wien) gebaut werden soll. Das ist völlig sinnlos. Welcher Bewohner des Flugfelds Aspern wird einen 20 Kilometer-Umweg fahren, wenn die Südosttangente nur vier Kilometer westlich vom Flugfeld Aspern liegt?

Eine simple Umfahrungsstraße wäre die Lösung

Eine Bundesstraße mit je einer Spur pro Fahrtrichtung statt der geplanten vierspurigen Autobahn wäre absolut ausreichend. Sie hätte die gleichen Streckenführung und wäre viel billiger. Für diese Bundesstraße (B3d) hat die Stadt Wien bereits in den 90er-Jahren eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Die B3d führt zu einer Entlastung des Straßenverkehrs im Raum Aspern, Breitenlee, Eßling, Neueßling, sowie Hirschstetten und verbessert die Auto-Verbindung des Flugfelds Aspern zur Südosttangente.

Unsere Studie bestätigt: die Bundesstraße reicht völlig aus!

Wir haben einen Verkehrsplaner mit der Erstellung eines Grobkonzepts für die B3d beauftragt. Diese Studie kommt zum Schluss, dass die B3d für das Kfz-Verkehrsaufkommen des Flugfelds Aspern ausreichend ist, nur 60 Millionen Euro kosten würde und bereits in drei Jahren - also dann, wenn das Flugfeld bereits besiedelt wird - fertig sein kann. Es ist also völlig unverständlich, warum Stadtrat Schicker weiterhin an der in vielerlei Hinsicht völlig unnötigen Autobahnvariante festhält. Auch wenn die 11,3 Milliarden Euro Schulden der Asfinag derzeit nicht maastrichtrelevant sind, werden die SteuerzahlerInnen sie mittelfristig irgendwann einmal zurückzahlen müssen.

Zur Lobauautobahn: sie entlastet nicht, sondern senkt die Lebensqualität

Die Donaustädter Ortsteile Aspern und Eßling ersticken bereits jetzt im Autoverkehr der PendlerInnen aus dem Marchfeld. Die SPÖ verspricht ihnen Abhilfe durch den Bau der Lobauautobahn. Doch das wird nicht funktionieren, weil die PendlerInnen nicht um die Stadt herumfahren, sondern in die Stadt hineinfahren wollen. Eine echte Entlastung für Aspern und Essling bringt nur die B3d.

 

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