8.9.2009
(2 Kommentare)

Königliche Subventionen für Tribute-Konzert des "King of Pop"

600.000 Euro zahlt die Stadt Wien für das Michael-Jackson-Tribute-Konzert. Kommen als nächstes Kultursubventionen für Britney Spears und Lady Gaga?

Ist es notwendig, dass die Stadt Wien zusätzlich zum - durchaus begrüßenswerten - organisatorischen Support noch 600.000 Euro zuzahlt? Schon die Einnahmen aus den Ticketverkäufen werden rund fünf Millionen Euro ausmachen, dazu kommen noch Sponsoringgelder und Einnahmen aus den TV-Rechten.

Warum müssen die Steuerzahler ein solches Konzert finanzieren, wo doch schon jetzt mehr als die Hälfte der Tickets verkauft sind?

Und wird die Stadt Wien dann künftig Kultursubventionen für Konzerte von Britney Spears und Lady Gaga vergeben? Unklar bleibt auch, wieviel Geld aus den Erlösen karitativen Zwecken zugute kommt, wie das ja von den Veranstaltern verlautbart wurde. Dazu konnten heute in der Pressekonferenz plötzlich keine Angaben gemacht werden.

 

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Kommentare

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(Namenlos) (via gruene.at) 20.9.2009

Das Anfang 08 gestartete rot-grüne Projekt „Lebendige Straßen“ soll die Lerchenfelderstr., die innere Hernalser Hauptstr. und die Wallensteinstr. in 3 Jahren neu beleben. Zur Halbzeit ist die Anzahl der leer stehenden Geschäftslokale im Durchschnitt bereits um 25% gesunken. Allein heuer wurden auf der inneren Hernalser Hauptstr. ein Café, 3 Geschäfte und 2 Restaurants neu eröffnet – Ergebnis der intensiven Kooperation zw. Gebietsbetreuung, Geschäftsleuten, Nachbarschaftszentrum, Bezirksmuseum etc. Mit Hilfe der Wirtschaftskammer wird beraten und unterstützt. Kultur-Angebote bringen KundInnen. Die verstärkten Kontakte mit HausbesitzerInnen und -verwaltungen werden die Vermietung der leer stehenden Lokale vorantreiben. Trotz Konkurrenz mit der wachsenden Anzahl an EKZs und des Widerstands der HausbesitzerInnen können sich die Erfolge sehen lassen. Dafür sind 300.000 Euro Budget für 3 Jahre eher knapp bemessen. Aus Grüner Sicht fehlt noch eine Straßengestaltung, die zum Flanieren einlädt.

 

(Namenlos) (via gruene.at) 8.9.2009

bevor man groß die Subvention des Tribute-Konzerts kritisiert, sollte man die eigenen Projekte auf Effizienz überprüfen. Konkret meine ich das Projekt "lebendige Straßen". Da kostet alleine der Teil "lebendige innere Hernalser Hauptstrasse" 300.000 €. Mit dieser Summe könnte man schon einiges erreichen. Aber was hier an heißer Luft produziert wird, ist echt eine bittere Enttäuschung. Da ist es mir allemals lieber, wenn Steuergeld für das Tribute-Event verwendet wird. Das bringt zumindest ein bissl was und kommt auch karitativen Zwecken zugute, während das Geld für die "lebendige Strasse" wohl für immer verpufft.