22.6.2009
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Alle müssen profitieren, nicht nur für SP-nahe Vereine!
Schön, dass es mehr Geld für Kultur gibt. Aber der Teufel liegt im Detail.
Im Rahmen der Rechnungsabschluss-Debatte wurde heute im Wiener Gemeinderat der Kulturbericht vorgelegt, wonach es im Kulturbudget 2008 eine Erhöhung um 4,8 Mio Euro im Vergleich zum Vorjahr gab. Die Erhöhung des Kulturbudgets ist erfreulich, doch der Teufel liegt im Detail. Denn bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass von den zusätzlich aufgewendeten Mitteln besonders SP-nahe Vereine profitieren. So wurden 2008 in der Sparte Alltagskultur insgesamt rund 5,4 Mio Euro ausgegeben. Zieht man von diesen 5,4 Mio Euro die erstmals 2008 hinzugekommene dezentrale Bezirksförderung ab, bleiben nur mehr SP-nahe Vereine übrig. Die Subventionsemfänger der Sparte Alltagskultur sind der Verein Stadtimpuls, Verein Donaukanaltreiben, Verein Kunst am Grund und das Wiener Volksbildungswerk. Wenn das Kulturbudget um Millionen Euro erhöht wird, darf die SPÖ diese Mittel nicht in die eigenen Vereine schaufeln. Von einer solchen Erhöhung müssen alle Kulturinstitutionen gleichermaßen profitieren.
